Unkaputtbar

Elektronische Musik ist nicht unser Metier, das hat die Hörerschaft auch mitbekommen. Die Frage ob man lieber nichts sendet anstelle von einer konzeptfreien Themensendung stellt sich uns nicht. Wir machen weiterhin was wir wollen auch wenn die Inhalte nicht so prall sind wie der ein oder andere es gern hätte. Wir haben also den Versuch trotz mangelnder Vorbereitung gewagt und ausschließlich Elekromugge gespielt. Vermutlich ist es angebracht einen weiteren Versuch zu unternehmen, allerdings etwas strukturierter. Es wird in Zukunft also einen Zweiten Teil geben sobald sich die Laune dazu einstellt.
Der Sommer ist nun fast vorbei und diese Tatsache soll uns Anlass bieten den Herbst musikalisch hinaus zu zögern. Die nächste Sendung beschäftigt sich dann mit genau dieser Prozedur, wir senden aus der Neustadt, die momentan wieder einmal die Gemüter spaltet. Dafür verantwortlich ist das schizophrene städtische Vorhaben ein weiteres Einkaufzentrum zu errichten und unsere Obrigkeit hat sich dafür das Gelände am und im ehemaligen DVB-Gebäude am Albertplatz ausgesucht. Als gäbe es nicht mittlerweile genügend Konsummeilen in der Stadt, die trotz leuchtender Fassade eine reine Kommerzkultur suggerieren sollen. Das entspricht nicht dem Denken der Bewohner der Neustadt. Die Kultur Hochburg Dresdens lebt vom Einzelhandel und genau das ist prägend und zieht Besucher aus der ganzen Republik. Was sollen wir denn mit einer weiteren Kaufhölle? Bereits an jeder zweiten Ecke zeichnen Discounter das Bild der Neustadt, als versuche man deren Dichte mit der Einwohnerzahl gleich zu setzen. Es bleibt völlig unklar warum nun ausgerechnet im Herzen der Neustadt ein Zentrum errichtet werden muss, dass allen kleinen Läden Konkurrenz bietet und schließlich den Einzelhandel kaputt macht. Und dann liest man in der Zeitung dass die Stadträte mehr Geld wollen. Der Vorschlag diese Leute nach Leistung zu bezahlen wurde höhnisch abgewunken. Irgendetwas läuft schief in der Kommunalpolitik Sachsen. Bauprojekte wie Shoppingtempel, die kurzfristig Geld einbringen aber für den Bürger langsam lästig sind, weil es mittlerweie zu viele davon gibt die das Stadtbild abwerten und sukzessiv zerstören, werden realisiert und Schwimmbäder und weitere Kultureinrichtungen die nicht in privater Hand liegen, bleiben auf der Strecke. Dabei bleibt das Motto immer das Gleiche: Gewinne werden privatisiert und Schulden sozialisiert. Ein trauriges Ende für die individualistischen Ideen der bunten Republik.

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